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Burgen und Schlosser

BURG LITICE

Die gotische Burg Litice wird 1304 erstmals erwähnt. Sie wurde im Zusammenhang mit der Kolonisierung der hiesigen Region von den Angehörigen des Geschlechts der Drslavic gegründet. Sie steht auf dem Gipfel einer massiven Felsanhöhe, die an drei Seiten von dem Fluss Divoká Orlice (Wilde Adler) umströmt wird. Den umfangreichen Umbau des gesamten Geländes, der 1468 fertig gestellt wurde, ließ der damalige Besitzer Jiří z Poděbrad durchführen. Neu wurden insbesondere die Vorburg, oder untere Burg, neue Tore und der fünfstöckige Vierkantturm errichtet. In der Zeit, zu der die Burg den Pernštejnern gehörte, in deren Besitz sich gleichzeitig Potštejn befand, verlor Litice an Bedeutung. Potštejn wurde zum Hauptzentrum des Pernštejner Besitztums und Litice diente nur als Sitz der Beamten.

1657 wird die Burg als halb zerstört angeführt. Eine Zeitlang diente sie noch als Lager, unterlag jedoch schnell dem Verfall. 1776 restaurierte die Herrschaft von Bubnov den Südpalast und den Turm, der Nordpalast wurde als Ruine belassen. Die Rekonstruktion der Hauptgebäude führte erst in den Jahren 1933 – 35 Karel Parish durch, der im unweit gelegenen Žamberk seinen Sitz hatte. Bei den Reparaturen wurden jedoch einige architektonische Elemente im Palast zerstört und der Turm wurde gefühllos durch einen Betonsteg, einer Treppe und einem betonierten sechsten Stockwerk mit Wandelgang ergänzt. 1959 wurde das oberste Betonstockwerk durch eine Holzverkleidung verdeckt.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Burg nach und nach rekonstruiert und vor Kurzem erneut für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei einer Burgbesichtigung können wir Exemplare archäologischer Funde aus dem 15. – 17. Jahrhundert sowie eine Ausstellung historischer Ansichtskarten betrachten und in den Turm hinaufklettern, von dem aus man einen herrlichen Ausblick hat.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 16 km

www: www.hrad.litice.sweb.cz

 

BURG POTŠTEJN

Die Burg Potštejn wurde Ende des 13. Jahrhunderts von dem Geschlecht der Drslavic auf dem steilen Hügel über dem Fluss Divoká Orlice gegründet. Bereits im 14. Jahrhundert wurde sie erobert und stark beschädigt, bald wurde sie jedoch wiederaufgebaut und nahm etwa die Räume der heutigen Innenburg ein.
Im 15. Jahrhundert wurde in mehreren Etappen die Burgbefestigung verstärkt, so dass die Burg zur Zeit der Pernštejner, als sie nicht nur die Funktion eines Verwaltungszentrums, sondern auch des Repräsentationssitzes des bedeutenden Geschlechts erfüllte, durch eine dreifache Ringmauer geschützt war. Die letzten Änderungen wurden Ende des 16. Jahrhunderts unter dem Geschlecht der Hrzán von Harasov vorgenommen.

Die Burg wurde verlassen, begann allmählich zu verfallen und seit 1673 wird sie bereits als verödet angeführt. Die Zerstörung der Burg vollendete Antonín Harduval-Chamaré, der 38 Jahre lang vergeblich den in den Burgräumen verborgenen Schatz des Mikuláš suchte, wobei die Statik der Burg zerstört wurde. Heute ist die Burgruine der Öffentlichkeit zugängig. Neben der Eingangsexposition können wir auch die Burgarchitektur und die Kapelle des hl. Jan aus Nepomuk bewundern.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 23 km

www: www.hrad-potstejn.cz

 

Kolowrat-Schloss in Rychnov n. Kn.

Das Barockschloss in Rychnov nad Kněžnou hatte seinen Vorgänger in der Gestalt des Renaissancesitzes der Trčka von Lípa und anschließend von Kryštof Betengl von Neynperk. Der Neubau des Schlosses wurde 1676 unter F. K. Libštejnský von Kolowrat eingeleitet. In den Jahren 1713 – 1724 wurde der Umbau des Schlosses unter Teilnahme des italienischen Architekten Giovanni Santini Aichl realisiert, der ebenfalls Autor der neuen Barockfassade der Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit war, die im Garten hinter dem Schloss steht. Die Kirche wurde dann durch einen verdeckten Gang mit dem Schloss verbunden und das ganze Areal durch den Bau von Pferdeställen, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden sowie die Anlegung eines französischen Gartens ergänzt.

Im Inneren des Schlosses wurde unter Anderem eine umfangreiche Bildersammlung zusammengetragen, deren Grundlage eine Stammesgalerie der Vorfahren bildete. Sie wurde nach und nach mit hervorragenden Werken der tschechischen und Weltmalerei ergänzt. 1992 wurde das Schloss an Herrn Kryštof Kolowrat zurückgegeben und bleibt weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 18 km

www: www.kolowrat.com

 

SCHLOSS ČASTOLOVICE

Das Schloss Častolovice wurde in den Jahren 1588 – 1615 unter Jan Bedřich von Oprštorf an Stelle der ursprünglichen Wasserzitadelle im Renaissancestil erbaut. Ein umfassender Umbau des Schlosses erfolgte bereits unter den Herren von Šternberk in den Jahren 1858 – 1874 im Stil der englischen Tudorgotik. Eine zweite Umgestaltung, die dem Sitz den Renaissancecharakter zurück verlieh, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts realisiert.
Die Schlossexposition ist in verschiedenen Stilen angelegt und erinnert an den früheren bewohnbaren Teil des Schlosses. Eine wertvolle und umfangreiche Bildsammlung bilden Werke, die im Laufe von mehr als 300 Jahren von der Familie Šternberk zusammengetragen wurden. Einen bedeutsamen Bestandteil der Sammlung bildet eine Serie von Portraits böhmischer Könige und bedeutender Vertreter des Šternbersk-Geschlechts. Wunderschön ist ebenfalls der Rittersaal – einer der größten in Böhmen, der von seiner bemalten Renaissancedecke mit Szenarien aus dem Alten Gesetz gekrönt wird.

An das Schloss schließt ein englischer Park mit exotischen Bäumen, weißen Damhirschen, Pfauen und einer Vogelvoliere an. Aufmerksamkeit erregen ebenfalls das Rosarium und der Wasserschlossgarten.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 25 km 

www: www.zamek-castolovice.cz

 

SCHLOSS OPOČNO

Das Schloss in Opočno steht am Ort einer gotischen Wachburg aus dem 11. Jahrhundert. Es wurde in den Jahren 1560 – 1569 von Vilém Trčka von Lípa im Renaissancestil erbaut. So erhielt das Schlossgebäude einen regelmäßigen rechteckigen Grundriss um den Innenhof.
Einige Jahre später wurde das Schlossgelände noch um ein Ballhaus und ein einstöckiges Lustschloss erweitert, das durch einen Gang mit der Kirche und dem Schloss verbunden war. Die nächsten Besitzer des Schlosses waren die italienischen Colloredo, die Ende des 17. Jahrhunderts nach einem Brand des Schlosses erhebliche bauliche Änderungen im Barockstil in Angriff nahmen. Unter Anderem wurde das Sgraffito von der Fassade entfernt, die einen roten Anstrich erhielt. Von hier stammt die lang genutzte volkstümliche Bezeichnung „Rotes Opočeň“. Im 19. Jahrhundert wurde bei klassizistischen Umgestaltungen der Turm abgetragen und ein Arkadenflügel abgerissen, wodurch sich der Innenhof zum Park hin öffnete.
In der derzeitigen Schlossanlage mit zeitgemäß eingerichteten Innenräumen sind umfassende Kunstsammlungen zusammengetragen. Zu den bedeutendsten von ihnen gehört die Gemäldegalerie, die von František Gundakar Colloredo-Mansfeld gegründet wurde und kostbare Werke italienischer, holländischer und tschechischer Meister enthält. Die Schlossbibliothek umfasst gegenwärtig an die 12 000 Bände. Bemerkenswert ist ebenfalls die außerordentlich wertvolle Waffensammlung.

An das Schloss schließen ein englischer Park mit seltenen Gehölzen, Fischteichen und künstlichen Wasserfällen sowie ein Schlosswildgehege mit Mufflons, Damhirschen und Dybowsky-Hirschen an.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 39 km
 

www:  www.zamek-opocno.cz 

 

SCHLOSS DOUDLEBY

Das Schloss in Doudleby nad Orlicí ist ein Kulturdenkmal, das an einem Ort steht, wo es bereits im 13. Jahrhundert eine mittelalterliche Festung mit Wirtschaftshof gab. Mikuláš z Bubno und Litice ließ 1588 ein Jagdschloss im Renaissancestil erbauen. Im 17. Jahrhundert kam es zunächst zu baulichen Änderungen im Stil der Spätrenaissance und später erhielt das Schloss barocken Charakter. Das Schloss ist von außen mit Renaissancesgraffiti verziert. Im Hauptsaal des Schlosses befindet sich eine wertvolle Deckenmalerei aus der griechischen Mythologie, genannt „Die Teufelshochzeit“. In weiteren Räumen befinden sich Fresken aus der griechischen und römischen Mythologie. Alle diese Dekoration stammen vom Ende des 17. Jahrhunderts. Die Exposition des Schlosses ist der Ausstellung der europäischen Tapisserie des 16. – 18. Jahrhunderts, der Ausstellung von Renaissancemöbeln, Weidwerken und Jägerei gewidmet.

In den Räumen des Schlosses befindet sich ebenfalls das erste private militärhistorische Museum (První soukromé vojensko-historické muzeum). In einer Dauerexposition werden Uniformen, Waffen. Ausrüstung, Auszeichnungen und Dokumente betreffs des Ersten und Zweiten Weltkriegs und der Entstehung der selbstständigen Tschechoslowakei vorgestellt.

Entfernung von Rokytnice v Orl. h.: 23 km 

www: www.zamek-doudleby.cz

 

 

Schloss Kostelec nad Orlicí

Graf Josef Kinský ließ sich in den Jahren 1829 – 1833 am westlichen Rand der Stadt einen neuen Sitz erbauen – ein Empireschloss. Das Schloss gehört zu den hochwertigsten Empirebauten in Tschechien. Es wird von einem weitreichenden englischen Park umgeben, mit dem es einen harmonischen, bei uns einzigartigen Komplex bildet.

www: www.hrady.cz/index.php?OID=1643

 

Schloss Potštejn

Das Barockschloss wurde 1749 durch Graf Jan Ludvík Harbuval Chamaré erbaut. Die schwierigste Periode seiner Existenz ist bereits überwunden und das Schloss blüht nun auf. Kommen Sie und schauen Sie sich an, wie die Rekonstruktionsarbeiten vorangehen. Im Schloss können Sie historische Interieure betrachten und seit 2007 ist auch der Marmorsaal mit seiner kostbaren, reich geschmückten Stuckdecke für die Öffentlichkeit zugänglich.

www: www.zamekpotstejn.cz